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Dienstag, 4. Juni 2013

Terlingua

Am letzten Morgen verließen wir unser Häuschen etwas früher. Wir wollten ja noch einen Rundgang durch Terlingua machen. 
Zuerst ging es aber an dem Motel vorbei, welches auch zum Resort gehört. Vielleicht wohnen wir nächstes Mal dort.
Danach fuhren wir schnurstracks in die Geisterstadt. Hier noch ein paar restliche Fotos von dem kleinen Ort.
 Ortseingang
 Ich habe leider keine Ahnung um was für eine Marke oder Modell es sich hierbei handelt
 Gartendeko mal anders
 und ja, auch wenn schon etwas heruntergekommen, Terlingua hat ein Gefängnis
 Wie wäre es mit einer runde Hufeisen werfen?
Weder Harry noch Volker hatten genug Zielwasser getrunken und gaben schnell auf. Der monstergroße Smoker war auch viel interessanter :-D Den würde mein Mann ja mögen ...
und typisch für die Region: Fußhupen-Rennen
Nochmal das urige La Kiva
 The Ladies Room ...
und: For Men, ein wenig ... hm, sagen wir mal einfacher
 das Urinal :)
 Abends im Starlight Theater essen
Wir hielten noch bei einem Grundstück an, wo Mineralien und Kakteen verkauft wurden, in der Hoffnung für mich einen Devil's Walking Stick zu finden. Leider waren seine kläglichen Exemplare völlig überteuert.
Aber, dafür stolperten wir über dieses Schild :D

Ungefähre Übersetzung: Waffen auf dem Grundstück sind erlaubt. Bitte alle Waffen im Holster lassen, bis sie gebraucht werden. In solchem Fall ist Treffsicherheit geschätzt :)
Ich war ein wenig traurig ohne diese tollen "Pieklinge" nach Hause fahren zu müssen, aber glücklicherweise hat Volker meine Not verstanden. Auf dem Weg ist doch tatsächlich einer "zufällig" aus der Erde gehüpft und ins Auto gekrabbelt :)
Mal sehen, ob er auch hier in Brownsville wächst.
 Good bye, Big Bend, bis zum nächsten Mal! Es war sehr schön :)
Der Rückweg war allerdings wieder eine Qual. Morgens um 4 Uhr oder so waren wir, total erledigt, Zuhause ...

Freitag, 31. Mai 2013

Offroad - Teil 2

Während wir Richtung Grapevine Hills fuhren, bezog sich der Himmel immer mehr. Dicke Wolken warfen Schatten auf die Hügel, was zwar interessant aussah, aber kein gutes Wetter versprach.
Gewitter in Texas haben oft die Tendenz ziemlich heftig zu sein, und ab und an kommt auch ein kurzer, aber sintflutartiger, Regen dazu. Kein Wetter um unbedingt auf einer überflutungsgefährdeten Straße lang zu kriechen oder gar Wandern zu gehen, aber meine Familie nahm es gelassen.
Mit dem Auto liegen zu bleiben ist auch keine gute Idee. Der Park ist so weitläufig und abgelegen, es verirren sich nicht wirklich viele Touristen hier. Man kann einen ganzen Tag verbringen und kaum einer Menschenseele über den Weg laufen. Wer mal Abstand von der Zivilisation braucht, oder von der technischen Welt, hat hier gute Chancen; Handyempfang ist noch sehr begrenzt.
Während wir uns langsam voran bewegten, erregte ein ganzer Schwarm Geier unsere Aufmerksamkeit.
Nach ca. 6 Meilen ( knapp 10 Km) kamen wir zum Wanderpfad. Er ist nur 2 Meilen hin-und zurück.
Während ich mehr oder weniger mit schnellen Schritten voran eilte, wäre ich fast auf etwas Interessantes getreten.
Die Tierwelt versteht sich wirklich zu tarnen. Nach etlicher Recherche bin ich jetzt fast sicher, dass es sich hierbei um einen Toad Lubber (eine Art Grashüpfer) handelt. Faszinierendes Tier, oder?
Die Landschaft in Big Bend ist auch interessant, und sehr verschieden. Zur einen Seite hat man die Berge, zur anderen die Wüste und natürlich die Canyons.
Wie ich nachgelesen habe, wurde diese Gebiete durch zahlreiche Vulkane geformt, die vor etwa 70 Millionen Jahren in mehreren Eruptionen Asche und Lava über das Land breiteten.
Durch die gleichzeitig voranschreitende Verwitterung wurden große Teile des überirdischen vulkanischen Materials und Teile der Kalksteinschichten abgetragen und schließlich das harte Tiefengestein freigelegt.
Es gibt auch eine schöne Indianerlegende zu der Entstehung, welche besagt, dass als der Große Geist die Welt erschaffen hatte, er alle übriggebliebenen Felsbrocken nahm und sie auf Big Bend warf.
Was immer der Wahrheit näher kommen mag, die Landschaft ist schon sehr faszinierend.
Der Trail war einfach, aber das letzte Stückchen muss man dann doch krabbeln :-D
Warum er Balanced Rock heißt, ist unschwer zu erkennen
 Hier nochmal besser zu sehen
 Aufgrund des Wetters blieben wir nur kurz und machten uns gleich wieder auf den Weg zum Auto.
  Unterwegs noch dieses interessante Exemplar einer Prickly Pear.
 und ein Blick auf's Wetter
 Morgen würde es wieder zurück nach Brownsville gehen, aber vorher musste noch ein kurzer Stopp in Terlingua sein. Die Bilder folgen.

Offroad - Teil 1

Unser letzter voller Tag in Big Bend stand unter dem Motto "Offroad".
So schön es ist auf gepflasterten Straßen zu fahren, die interessanteren Wege findet man so nicht. Dumm nur, wenn man mit einem nicht wirklich offroad tauglichen Mietwagen unterwegs ist ... und sie einem auch noch vertraglich sagen, dass das nicht erlaubt ist ... und wie gut, dass wir alle ohne Brille nicht lesen können ;)
Am dritten Tag suchten wir also das Abenteuer auf der Old Maverick Road und den Grapevine Hills. 
Die Old Maverick verbindet Maverick Junction mit dem Santa Elena Canyon und ist 14 Meilen (22,4 Km) lang. Harry steuerte unseren Chrysler 200 langsam aber zielsicher auf der (wie wir feststellten sehr gut befahrbaren) dirt road vorwärts, alles kein Problem. Jetzt fehlte nur noch das Tierleben, wenn möglich das etwas Ungewöhnlichere.
Sigrid entdeckte schon gleich zu Beginn eine Tarantel, nicht ungewöhnlich, aber man nimmt ja was kommt :D
Spinnchen fand die Störung allerdings eher lästig und machte sich schnell davon.
Die Straße führte langsam zum Canyon runter und durch ausgetrocknete Flussbetten.
Ab und an gab es mal wieder etwas blühendes.
Wir strengten uns alle sehr an etwas zu entdecken, vier Augenpaare auf die Straße geheftet, trotzdem hätten wir SIE fast übersehen.
Es ist eine Western Coachwhip, die einzig rosane Schlange, die man tagsüber im Big Bend zu sehen bekommen kann. Sie ist nicht giftig, aber kann wiederholt zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlt. Das wollten wir selbstverständlich nicht, aber ein paar mehr Fotos wollten wir schon.
Da half nur eines: mein Mann pirschte sich heran.
Bald darauf kam schon der Santa Elena Canyon in Sicht
Den Trail waren wir alle schon mal gegangen (wir im November und Familie in 2009), aber da er weder schwierig noch lang ist, kann man ihn schnell mal zwischendurch machen.
Man sollte auch hier wieder die Augen offen halten, sonst verpasst man die kleinen Dinge des Lebens
Natur kann so schön sein
Jep, ich war dabei, wenn auch meist auf "fotographischer Schatzsuche"
 so wie hier: Ein blühender und mit Blättern behafteter Ocotillo (danke, Sigrid)
 Der Weg war angenehm zu gehen, nur ab und an wurde es eng ...
Irgendwann endet der Pfad und ohne Boot kommt man nicht weiter ... es sei denn, man hüpft ins Wasser
eine Erfrischung von Innen tut es auch :)
Zurück am Parkplatz wurde Picknick gemacht und wieder fiel mein Auge auf etwas Kleines. Dieses Mal störte ich einen Side-bloched Lizard beim Mittagessen (wie man sieht gab es blaue Libelle)
Nach einer kräftigen Mahlzeit machten wir uns wieder auf den Weg. Unsere nächste Anlaufstelle waren die Grapevine Hills. Auf der Fahrt dorthin bezog es sich merklich. Wir fuhren in eine Gewitterfront ... davon mehr in Teil 2