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Dienstag, 17. April 2018

Haarig

 Mutter Natur hat schon witzige Dinge. Zum Beispiel diese Raupe. Ich finde Einstein koennte stolz sein :)

Donnerstag, 30. Januar 2014

Das Rio Grande Valley - ein Paradies für Vogelfreunde

Jedes Jahr, über die Wintermonate, kommt Leben in das Valley. Besucher aus den kälteren Gegenden verbringen ein paar Monate in unserem wärmeren Klima, und viele von ihnen kommen explizit um die hiesige Vogelwelt zu beobachten. Das Rio Grande Valley ist ein ziemlich gutes Eckchen dafür, besonders im Winter, wenn die Zugvögel einfliegen. Inzwischen habe auch ich mich mehr damit beschäftigt; irgendwie kann man sich gar nicht dagegen wehren, wenn man hier lebt.
Um eine bunte Vielfalt von ihnen zu entdecken, brauche ich aber gewöhnlich nicht ganz so weit zu reisen, unser Garten bietet so einiges aus der Vogelwelt, wie ihr wisst.
Vorletztes Wochenende waren Volker und ich aber mal wieder Spazieren, im Estero Llano Grande State Park, und wurden von der Park Rangerin auf einen besonderen Vogel hingewiesen: einen Night Hawk (Nachtfalke), der wohl dort gesichtet wurde. Dieser Vogel ist schwer zu entdecken, da er sich gut zu tarnen weiß. Diese Vogelart brütet auf dem Boden, ganz im Gegensatz zu allen anderen Falken.
Nachdem wir uns also erklären ließen, wo denn dieses seltene und offensichtlich begehrte Objekt zu finden sei, machten wir uns auf den Weg.
Als erstes sahen wir allerdings einen Reiher, geduldig auf Beute wartend. 
Schon bald kamen wir zu besagter "Falkenstelle", aber trotz intensiver suche sahen wir nichts. Laub, Blätter, Holzstücke, Buschwerk - aber keinen Vogel. Wir wollten schon aufgeben, als ein Mann auf uns zukam und fragte: "Haben sie den Falken entdeckt? Sie stehen fast davor!" Haha, guter Scherz. Wo denn wohl?
Uns hätte fast der Schlag getroffen, als der Mann auf etwas deutete, dass gerade mal zwei Schritte vor uns saß.
 Sieht aus wie ein Stück Borke, besser getarnt geht schon fast nicht mehr.
Kurzer Schnabel, lange Schwingen, völlig bewegungslos am Boden - irgendwie gar nicht falkig
Für einen ganz kurzen Moment öffnete der Nachtfalke seine Augen, wahrscheinlich um zu sehen, wer ihn da bei seinem Nickerchen störte. So sieht also ein Nachtfalke aus! Klasse! Was für ein tolles Erlebnis, und wieder etwas dazugelernt.So langsam kann ich diese ganzen Vogelkundler verstehen, auch wenn ich immer noch nicht ihre Begeisterung für stundenlanges-in-eine-Richtung-starren teilen kann :oD

Danach sind wir noch ein bischen spazieren gegangen, viel entdeckt haben wir aber nicht mehr.
 Nur einen Alligator habe ich noch am Alligatorteich gesichtet.
Mal sehen, ob uns demnächst noch etwas spannendes (aus der Vogelwelt) über den Weg läuft. Genug Parks und Plätze zum Beobachten gibt es im Valley jedenfalls genug.

Dienstag, 7. Januar 2014

Was guckst du?

Allen denen ich noch nicht ein frohes Neues Jahr gewünscht habe, sei dieses nun nachgeholt. Happy New Year! Ich hoffe ihr seid alle gut in 2014 reingerutscht und voller Erwartung was das Neue Jahr an Überraschungen bereithalten wird. Bei uns sieht es schon ziemlich turbulent interessant aus, zumindest für die erste Jahreshälfte, mal sehen wie es sich entwickelt.

2013 hat uns zum Ende nach Florida geführt, in unseren alten Wohnsitz, nach Gainesville. Dort haben wir gemütlich bei Regen und/oder Kälte den Jahreswechsel mit unseren Freunden gefeiert. Nicht spektakulär, aber wieder sehr nett in kleiner Runde.

Aufgrund des doch eher "Ich-halte-Winterschlaf "-Wetters habe ich nicht viel Zeit in der schönen Natur Floridas verbracht, aber einen Tag haben wir uns dann doch in Paynes Prairie gewagt und wurden dafür doppelt belohnt.

Auch wenn Ana und Joe schon Ewigkeiten in Gainesville wohnen, so war Ana noch nie im Paynes Prairie Park gewesen - etwas das dringend nachgeholt werden musste. Wer unserem alten Florida Blog gefolgt ist, weiß, dass man nicht in die Everglades muss um reichlich Tierwelt vorzufinden. Wer nur ein bisschen die Augen aufhält merkt, dass ganz Florida eigentlich ein riesiger Zoo ist :)

Gleich zu Beginn wären wir fast für das Ableben einer kleinen Schlange verantwortlich gewesen, die es sich unter einem Blatt auf dem Gehweg bequem gemacht hatte. Bei dem kalten Wetter bewegt man sich halt nicht so schnell ;) 
Der kleine Zwerg wurde, nachdem er ausgiebig bewundert und fotografiert wurde, wieder sicher im Gebüsch freigelassen.
Als nächstes lief uns dann ein Gürteltier vor die Füße. Es war so mit der Suche nach Futter beschäftigt, dass es uns erst wahrnahm als wir es fast schon streicheln konnten.
Viele Parkbesucher trafen wir bei dem kühlen Wetter nicht, aber ein Pärchen riet uns die Augen offen zu halten und in den Bäumen zu suchen. Es dauerte etwas, bis wir erkennen konnten worum es sich handelte ...
 Eine Katze?
Nein, viiiel besser!! "Was guckst du?" schien dieser junge Luchs zu sagen, er behielt uns gut im Auge. Ob Mama wohl auch noch irgendwo in der Nähe war?
In unseren fast sechs Jahren Florida war uns nicht ein Rotluchs über den Weg gelaufen. Und hier saß er uns förmlich Modell. 
Nach diesem tollen Erlebnis machten wir uns auf den Rückweg, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Schön waren die bunten farben des Laubes anzusehen.
Die Rehe kamen auch langsam aus ihren Verstecken zum Äsen.
 Den Sonnenuntergang sahen wir dann über Lake Wauberg.
2014 hat schonmal toll begonnen.
Was war denn euer bisher schönstes Erlebnis im Neuen Jahr?

Freitag, 4. Oktober 2013

Ungewöhnlich

Inzwischen kenne ich hier so gut wie jedes Geräusch. Wenn immer irgendetwas anders als normal klingt, fangen meine Ohren es meist auf - und mein Gehirn fängt sofort an zu raten, um was es sich wohl handeln könnte. Das gilt besondern für unseren Garten.
Seit ein paar Tagen höre ich nun etwas, das ich nur zu gut kenne, aber eigentlich nicht aus unserer Nachbarschaft. Sittichgezwitscher. Zumindest manchmal.
Naja, vielleicht haben sich ja unsere Nachbarn einen kleinen Pieper zugelegt, dachte ich mir so, aber heute sah ich dann das
Ein Freigänger! Der muss wohl jemandem ausgebüxt sein. Bei unserem Klima können sie sich draußen wohlfühlen, aber ob sich ein Sittich gegen die Gefahren der texanischen Wildnis behaupten kann? Bei uns findet der kleine scheue Kerl zumindest erstmal Stärkung, und sollte er häufiger wiederkommen, denke ich vielleicht mal darüber nach, wie man ihn einfangen könnte.

Dienstag, 20. August 2013

Störenfriede!

Momentan braucht man echt Ohrenstöpsel bei uns. Es singt und zirpt den ganzen Tag. Männchen wollen Weibchen anlocken, und dazu müssen sie Krach machen. Männer! ;) Bis zu 120db Lautstärke kann eine Zikade erreichen, das mal x Zikaden = Aua in den Ohren!
Diese hier hat Smokey heute morgen gefangen, Zikaden sind großartige Spielzeuge. Sie brummen, kreiseln und habe eine tolle Farbe! Ich habe erbarmen mit dem kleinen Vieh gehabt und es gerettet. Sie scheint erst vor einiger Zeit geschlüpft zu sein. 
Trotz ihres nervenden Konzerts finde ich sie irgendwie interessant und musste gleich meine Kamera holen.
Cicada Mug shot ;)
Wusstet ihr übrigens, dass Zikaden sich vor ihrem eigenen Gesang schützen müssen?

Freitag, 7. Juni 2013

Abgetaucht

Meine Schwester und ich waren im Aquarium in Corpus Christi. Ganz alleine. Abgetaucht, sozusagen ;) Oder vielleicht eher ... untergetaucht ...
 und hier noch zwei Videos: Abgetaucht!
 

Montag, 21. Januar 2013

Mich laust der Affe!

In unseren fast sechs Jahren die wir in Florida verbracht haben, erkundeten wir so viele Ecken, man sollte meinen vieles in- und auswendig zu kennen. Wer unser altes Blog verfolgt hat, der wird es wissen.
Ich weiss nicht wie häufig Volker und ich in Silver Springs waren. Oft. Ziemlich oft, oder wie der Amerikaner sagt: "Been there, done that", aber trotzdem entdeckt man immer wieder etwas Neues und erlebt so manche Überraschung.
Es ist auch einfach schön dort: glasklares Wasser, unterirdische Quellen, ein bischen wild aussehende Natur und reichlich Tierwelt - dazu eine fast himmlische Ruhe, wenn man zur rechten Zeit dort ist.
Januar scheint, zumindest in der ersten Woche, nicht besonders überlaufen zu sein, und somit genossen nicht nur wir die Stille ....

Zum ersten Mal bekamen wir einen Otter zu Gesicht. 
 Kormorane genossen die Zweisamkeit in Gesellschaft von Schildkröten
Ein Reiher wartete geduldig auf seine nächste Mahlzeit
... und ein Alligator gönnte sich ein ausgiebiges Sonnenbad
 Meine Zimmerpflanze Volker drehte und wendete sich  den Strahlen zu
 ... nebenbei Ausschau haltend nach der Überraschung, welche Joe uns versprochen hatte.
Stellte sich nur noch die Frage: Wozu brauchten wir die Leckerchen?
Dafür! Es gibt Affen in Silver Springs! ... und die können Essen nicht widerstehen - wer kann das schon ;)

Die Rhesusäffchen sind natürlich nicht in Florida einheimisch, sondern wurden vor Jahrzehnten als Touristenattraktion eingeführt. Damals wusste man offensichtlich nicht, dass sie schwimmen können, und da Äffchen nicht dumm sind, wurde es ihnen bald auf ihrer kleinen Insel zu langweilig und sie wanderten weg. Silver Springs scheint ihnen gut zu gefallen, und seitdem leben sie dort. Trotz mehrfacher Besuche hatten wir sie noch nie zu Gesicht bekommen.

Wir verbrachten eine ganze Weile damit die Rhesusaffen zu beobachten. So süß sie sind, so aggresiv können sie werden. Wir wurden Zeuge eines heftigen Streits zwischen einem Jugendlichen und einem Alten, und verhielten uns absolut unbeweglich, bis sie sich wieder beruhigt hatten. So dicht am Geschehen wird einem doch etwas mulmig.

Danach ging es wieder Richtung Gainesville.
Diesmal durfte Volker den Steuermann spielen, und ich glaube, er ist auf den Geschmack gekommen.

Dienstag, 27. November 2012

Langes Schnupperwochenende - Teil 1

Thanksgiving ist immer am dritten Donnerstag im November. Für viele bedeutet das ein ausgedehntes Wochenende, und auch wir haben es dieses Mal genutzt. Nachdem Volkers Eltern die Woche vorher wieder ihre Heimreise angetreten hatten, wir keine Gäste erwarteten und ich somit keinen Truthahn zaubern brauchte, überredete ich Volker zu einem Schnupperwochenende Texas.
Texas ist, wie bekannt, neben Alaska der größte Staat der USA, und um mal eben einen Ausflug zu planen, besonders von der Südspitze her, braucht es mehr als nur Samstag und Sonntag. Thanksgiving kam also ganz gelegen. Jetzt stellte sich nur noch die Frage: Wohin?
Wenn man schonmal fünf Tage hat, dann lohnt sich ja eine weitere Reise, und wir wollten sowieso schon lange mal den Big Bend National Park besucht haben. Warum also nicht dahin, einfach mal zum Reinschnuppern? Von Volkers Kollegen, die jedes Thanksgiving dort verbringen, bekamen wir ein paar hilfreiche Informationen und somit buchten wir uns einen Mietwagen und ein Zimmer im Best Western Classic Inn in Alpine.
Dienstag packte ich also unseren Koffer, Mittwoch morgen holten wir den Mietwagen ab, dieser wurde vollgeladen und mittags sammelte ich Volker von der Uni ein. Los ging es.
Da wir erst gegen 13 Uhr loskamen und die Fahrt über 10 Stunden lang sein würde, wir also nicht vor 23 Uhr ankommen würden, nahmen wir die Interstate. Es gibt auch eine etwas kürzere Strecke, durch die Pampa, aber das wollten wir erst gar nicht versuchen.Der Weg dorthin ist schon öde genug, nicht viel Abwechslung, es wird schnell dunkel und Radioempfang war Wunschdenken.
Tatsächlich schafften wir es noch vor 11 Uhr abends anzukommen, völlig erledigt, aber immerhin. Unser Motel war überraschend einladend, rustikal mit Wandgemälden, unser Zimmer groß, und wir fielen glücklich in den Schlaf.

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Thanksgivingfrühstück, machten wir uns auf in den Park. Alpine ist immer noch gute 108 Meilen  (knapp 173 Kilometer oder 2.5 Stunden) vom Park entfernt, aber viel dichter dran bekommt man auch keine Unterkunft, und die einzige Lodge im Park war ausgebucht.
Hier mal die Karte zu den Strecken, zum Vergrößern anklicken:


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Der Weg von Alpine über die 118 zum Park führt durch die Berge, einige mit so netten Namen wie: Hen Egg Mountain, Elephant Mountain, Kathedral, Saddlepack und so weiter, aber trotz den Bergen ist es eine eintönige und lange Entfernung, und wir waren daher froh bald im Park zu sein.

View Big Bend Schnuppertour in a larger map

Unser erster Anlaufpunkt war das Informationscenter im Chisos Mountain Basin. Von Volkers Kollegin Soma hatten wir gehört, dass sie abends ein Thanksgiving Buffett haben würden und somit planten wir den Tag in der Umgebung zu verbringen. Da wir nur etwa vier Stunden Zeit hatten, einigten wir uns auf einen kürzeren Wanderweg von 5.6 Meilen (knapp 9 Kilometer), den Window Trail. Da wir aber keinen Parkplatz an der Lodge bekamen, mussten wir zum Campingplatz hochfahren, und der kürzte den Weg um fast 2 Meilen ab. Zum Eingewöhnen auch nicht schlecht :)
Der Weg führt durch meist sonnige, aber auch teilweise schattige Pfade bis zum sogenannten Window, wodurch man einen  hübschen Blick auf die Gegend hätte. Leider sind die Steine dort unglaublich rutschig und man kriecht besser nicht bis zum Rand :(
 
  
unterwegs wurden wir von Shreya, Soma und Somnya eingeholt - was für ein Zufall!
ab und an wurde es farblich passend zum Herbst
 
Fotorunde mit Shreya, Somnya, Soma und meinereiner
keinen Schritt weiter, Rutschgefahr!


zurück geht es bergauf ...
Der Rückweg war etwas beschwerlicher, da die leichte Brise Wind verflogen war und wir in der Sonne gedünstet wurden. Trotzdem, es war ein schöner Weg und unser Thanksgivingdinner hatten wir uns verdient!
Entspannung vor dem Restaurant
in Gesellschaft von Schmetterlingen ...
und einer kleinen Dame namens Sierra Nevada :)
Was wir am nächsten Tag gemacht haben, verrate ich in Teil 2