Das Endprodukt. Ganz schoen viel Arbeit fuer ein bisschen Getraenk.
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Freitag, 4. November 2016
Tequila!!! Mexiko, Guadelajara
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Volker
Dienstag, 5. November 2013
Tag der Toten
Vorhin war ich mit Lidia im Historischen Museum um mir eine Ausstellung zu einem der wichtigsten Feiertage in Mexiko anzusehen, dem El Dia de los Muertos.
Anfang November feiern die Mexikaner die Wiedervereinigung der Toten mit ihren Familien, und da wir ja so so dicht an der Grenze wohnen, feiert man diesen Anlass natürlich auch hier - wenngleich auch in einem sehr kleinen Rahmen.
Anfang November feiern die Mexikaner die Wiedervereinigung der Toten mit ihren Familien, und da wir ja so so dicht an der Grenze wohnen, feiert man diesen Anlass natürlich auch hier - wenngleich auch in einem sehr kleinen Rahmen.
Jedes Jahr zur gleichen Zeit, vom 31. Oktober, über Allerheiligen (1.November, El Dia de Todos los Santos) und an Allerseelen (2. November, El Dia de los Muertos) findet diese ungewöhnliche Zeremonie statt.
Dabei wird teilweise auch noch zwischen dem ersten und zweiten Feiertag unterschieden.
Am 1. November wird an die verstorbenen Babys und Kinder (angelitos) gedacht, mit bunten Luftballons und Spielzeug an den Gräbern, und erst am zweiten Tag gedenkt man der Erwachsenen. Dazu werden das Lieblingsessen oder -getränk, persönliche Gegenstände, sowie Blumen (Tagetes in gelb und orange) und Kerzen an den Gräber plaziert.
Anschließend findet der Abschied von den Verstorbenen auf den Friedhöfen statt. Die mitgebrachten Speisen werden gegessen und getrunken, manchmal wird musiziert oder getanzt. Es wird die ganze Nacht am Grab gewacht. Um Mitternacht ist dann für die Verstorbenen die Zeit gekommen, wieder ins Jenseits zurückzukehren.
Es mag etwas merkwürdig erscheinen den Tod mit Feiern in Verbindung zu bringen, aber dem Gedanken an den Tod wird halt mit einem gewissen Zynismus oder Sarkasmus entgegengewirkt.
Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten aus dem Jenseits zu Besuch und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Man muss sich schließlich nach einer so langen Anreise stärken ;)
Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang neuen Lebens. Klingt doch auch weniger furchtbar, oder?
Während dieser Zeit werden oft auch die Häuser in der selben Weise wie die Gräber hergerichtet, dazu
arrangieren die Familien den sogenannten Altar.
Oftmals wird auch ein besonderer Kaffeekuchen gebacken (man nennt ihn pan de muerto), und es werden Totenschädel aus Zucker geformt, calaveras genannt ...
... sowie Marzipanfiguren hergestellt und Skelette oder Totenschädel aus Pappmache geformt.
Der Schädel wird als Zeichen des Lebens und nicht des Todes angesehen.
Ganz besonders beliebt sind die sogenannten Calacas, handgemachte Skelettfiguren. Sie stellen das freudige Leben nach dem Tod dar, meist in Form von Musikern, Reitern, Skelettbräuten und ihren knochigen Bräutigams (plural wäre Bräutigame, klingt aber komisch, oder?).
In einigen Orten in Mexiko finden auch Paraden statt, in denen als Geister, Mumien und Skelett verkleidete Teilnehmer mit einem offenen Sarg durch die Stadt ziehen.
Die Ausstellung im Museum war klein aber fein, und ich muss sagen, bei soviel leuchtend bunten Farben kann man gar nicht anders als dem Tod etwas entspannter entgegen zu sehen.
Übrigens heißt es, wenn die (Monarch) Schmetterlinge von ihrem Sommerdomeziel Kanada und den USA im Herbst wieder Richtung Mexiko fliegen, bringen sie den Geist der Verstorbenen mit zurück. Meist ist das gegen Ende Oktober, und auch wenn ich daran nicht glaube, so sind am 19. Oktober Hunderte von Schmetterlingen durch Brownsville geflattert. Es waren zwar keine Monarchen, aber immerhin Schmetterlinge. Wenn da auch nur ein Fünkchen Wahrheit dran ist, dann haben sich dieses Jahr viele Familien über eine Wiedervereinigung mit ihren Lieben freuen können :)
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Dienstag, 29. Mai 2012
Rund um die Uni
Die letzten Wochen waren anstrengend und ich war nicht wirklich motiviert zu schreiben.
Es fiel irgendwie jede Menge Kleinkram an, bischen hiervon bischen davon. Wahrscheinlich ist die Zeit deshalb nur so verflogen.
Volker war in den letzten Wochen sehr beschäftigt, und auch die Wochenenden waren meist mit Arbeit verplant.
Wir haben Reiseführer für einen eventuell neuen (deutschen) Teilzeitkollegen in der Physik gespielt und ihm die nähere Umgebung gezeigt. Man bietet so das typische Nebenprogramm: persönliche Betreuung mit leckem Essen, South Padre Island, bischen Natur.
Ich persönlich finde es sehr befremdlich jemandem einen Job schmackhaft zu machen, wo andere gerade auf der Straße gelandet sind.
Die Uni hat im April die ersten Kündigungen ausgesprochen. Der
Pysikbereich war bisher nicht darunter, sie kämpfen dagegen an wie ein Löwenrudel
ums Überleben. Den Ingenieuren ist es nicht so gut ergangen, es gab
Entlassungen. Auch in unserem Freundeskreis. Milde ausgedrückt waren wir
alle mehr als geschockt, als die Entscheidung wen es getroffen hat,
bekannt wurden. Bis Ende diesen Monats können noch weitere
Benachrichtigungen rausgehen, dann ist erstmal Sommerpause.
Vorletztes Wochenende war die akademische Abschlussfeier, hier Commencement genannt. Das Semester ist zuende, die Studenten bekommen ihre Zertifikate ausgehändigt und das Ganze wird in einer großen Zeremonie aufgezogen. Volker muss als Fakultätsmitglied daran teilnehmen, und da ich Volker morgens um 6:30 absetzen musste, habe ich die Zeit genutzt mich ein wenig umzusehen. Offiziell begann die Zeremonie um 8 Uhr und ich blieb sogar bis zum Schluss - allerdings nicht brav auf meinem Platz.
Kurz vor 7 Uhr, die Begeisterung steht meinem Langschläfer ins Gesicht geschrieben. Starker Kaffee war gefragt. Bereits um diese Uhrzeit haben wir ungefähr 25°C und Volker in seiner schwarzen Robe muss ganz schön geschwitzt haben.
Ein Blick über die Resaca zu den Studentenwohnungen. Man kann sich schon vorstellen, warum Uniangehörige gern hier wohnen. Es ist einfach sehr naturbelassen, ein idyllisches Fleckchen Erde. Jede Menge Vögel bekommt man hier zu Gesicht, vorausgesetzt man nimmt sich Zeit.
Kurz vor 8 Uhr:
Die letzten Vorbereitungen näherten sich dem Ende und langsam füllten sich die Stühle mit stolzen Eltern, Freunden und Bekannten. Für die Absolventen hieß es: Aufreihen. Bei über 2000 Abgängern aus verschiedenen Schulen muss Ordnung herrschen.
Ich fand es äußerst interessant. Einige waren total aufgebrezelt, bis auf's Detail gestylt, andere waren ganz leger gekleidet, mit Jeans und Turnschuhen. Unter der schwarzen Robe sieht man eh nicht viel davon. Ein Schmunzeln hat mir manches Outfit trotzdem entlockt.
Die Zeremonie begann mit dem Einmarsch der Fakultät und den Absolventen, schön nach Bereichen geordnet. Ich wage jetzt einfach mal den Vergleich mit einem Schützenumzug, passt irgendwie. In der Masse, und wegen der starken Sonne, hätte ich meinen Mann und seine Kollegen fast
übersehen. Volkers Kappe hang auf halb acht, sie war zu groß und ich hatte ihm Haarspangen zur Befestigung mitgegeben. Ich weiß nicht, ob sie das mal irgendwann mit dem Verleih
geregelt bekommen . Letztes Jahr war ihm die Kappe zu klein gewesen.
Wie üblich bei solchen Veranstaltungen, gibt es eine Ansprache. Desweiteren ist es Tradition eine ... hmmm, sagen wir mal wichtige Person der Öffentlichkeit einzuladen. Dieses Jahr war es die Präsidentin des WWF (World Wildlife Fund) und ehemalige Umweltministerin von Ecuador.
Es waren wirklich viele Leute versammelt, die Sitzplätze reichten lange nicht aus. Ich habe mich nach einer Stunde aus dem Staub gemacht. Mir war es zu sonnig zum fotografieren, ich schwitzte vor mich hin und irgendwann wird es auch langweilig.
Stattdessen habe ich mich aufgemacht den
Campus zu erkunden. Es gibt dort etliche historische Gebäude
und die Anlage selbst ist teilweise sehr hübsch begrünt.
Irgendetwas Interessantes würde ich bestimmt aufspüren. Hier ist also mal ein kleiner Blick auf den Campus.
Das Physik und Astronomiegebäude, Cavalry Building. Volkers Büro ist hier untergebracht.
In der näheren Umgebung befindet sich das Barns and Noble Cafe und nicht weit davon entfernt das Rec Center, für die sportbegeisterten Fitnessjunkies. Einen Golfplatz gibt es auch.


Wie ich schon sagte, es ist recht nett angelegt. Nocheinmal ein Blick über die Resaca, die bepflanzte Rückseite des Kunstgebäudes und ein kleiner Blick auf die Kunstwerke, welche hier produziert werden.




Nette Idee, oder?Ich schlug den Weg an der Student Union vorbei ein, Richtung Gesundheit & Wissenschaft (Health & Science). Der spanisch-mexikanische Einschlag ist unverkennbar. Ich finde diesen Mix von Stein, Farbe und Kacheln toll.
Klickt auf die Bilder für eine Vergrößerung.



Läd das nicht zum Verweilen ein? Ich kann irgendwie verstehen, warum die Studenten ewig zu spät kommen (uuuuups.... ) ... es gibt überall solche netten Ecken.
Völlig fasziniert war ich hiervon. Diese Ecke ist mit Abstand mein Favorit.
Schon wenn man auf das Gebäude zukommt, fällt einem die Säule auf, als nächstes der gekachelte Boden und dann folgt man der Spirale und sieht eine fantastische Decke. Wer sich dann noch genauer umsieht, entdeckt eine beschriftete Metallplatte.
Unter der Steinspirale befindet sich eine Zeitkapsel verborgen. Meine Neugierde war sofort geweckt. Was mag wohl drin sein? Wann wurde sie eingemauert? Und von wem?
Inzwischen weiß ich ein wenig darüber. Unter dem Baum des Lebens, der Verbindung von Erde und Himmel, welchen die Säule darstellen soll, ist eine handgefertigte, aufwendig gearbeitete Holzkiste mit historischen Dokumenten verborgen. Sie wurde im Jahr 2000 versiegelt und soll im Jahre 2050 geöffnet werden. Schöne Idee. Wir werden sicherlich nicht miterleben was darin genau verborgen ist, aber ich mag Geheimnisse sowie viel lieber, sie regen die Fantasie an ;)
Weiter ging es an der Medizin vorbei. Hier wird es etwas bunter.
Der medizinische Bereich bietet jede Menge Ablenkung. Die kräftigen Farben bieten einen schönen Kontrast zu der Bepflanzung, und die Wasserquelle lud zum Verweilen ein. Wie eine Oase.
Ich habe bestimmt eine Viertelstunde meine Füße gekühlt, es war herrlich :)
Langsam machte ich mich danach auf den Rückweg zum Commencement. Lange konnte es nicht mehr andauern.
Ich kam noch an ein paar Gebäuden vorbei die zwar nicht alt aussahen, aber historischen Hintergrund haben müssen.
Als mir die ersten Massen entgegenströmten, beschloss ich Volker einzusammeln. Er hatte inzwischen seine Kappe gegen eine kleinere eingetauscht und somit machte ich noch schnell ein Foto. Wer weiß, wann und ob ich das nochmal zu sehen bekomme :)
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