Samstag, 25. August 2012

Eine (fast) himmlische Insel

geborgt von http: www.lonelyplanet.com

Drei Tage hatten wir für Isle of Skye eingeplant und als Ausgangspunkt hatten wir den Norden gewählt, genauer gesagt die Ecke Staffin. Auf der Karte ist es nicht drauf, aber es ist etwas unterhalb von Kilt Rock. Unser B&B war allerdings in Stenscholl, etwas außerhalb und oberhalb von Kiltrock, mit einem netten Ausblick.
Isle of Skye ist keine große Insel, aber sehr facettenreich und gehört zu unseren Lieblingsplätzen in Schottland. Es ist hügelig, fast baumlos und ich nenne es meine "Lüneburger Heide in Schottland".

Schottland hat viele Gegenden zum Wandern, aber wir haben damals in unserem ersten Schottlandurlaub Skye bewandert und fanden es einfach toll. Das wollten wir gern nochmal tun. Die sanften Hügel, rauhen Kliffs und massiven Felsen bilden eine faszinierende Landschaft.
Als Wanderweg hatten wir uns den Old Man of Storr ausgesucht, ein etwas leichterer Weg. Volker und ich waren ihn schonmal gegangen und für den Anfang war es gerade richtig. Dachte ich. Der Old Man ist der aufrechte Felsen oben ganz rechts im Bild. Sieht einfach aus, oder?
Je höher man kommt desto besser ist der Blick, aber hochkommen ist der Trick. Auch wenn es aussieht als würde man mit Leichtigkeit hochwandern, einige Strecken täuschen. Mein lieber Mann hat mir daher einen Wanderstock gebaut :) Alte Frau kam den Hügel nicht mehr rauf ... 
Das Stück durch den Wald war durch den vielen Regen sehr rutschig geworden, das Wetter kann sich auf Skye schlagartig ändern, aber wir kamen zumindest bis zum Needlepoint (der spitze Felsen).
Nur Joe hüpfte noch weiter den Weg hinauf, umrundete die großen Felsen während Ana, Bob und ich warteten. Volker ging noch bis zum Old Man rauf, das schwierigste Stück, und es kostete ihn seine (alten) Wanderschuhe - die Sohle hatte sich abgelöst. Auf dem Rückweg ging es durch ein abgeholztes Waldstück (und fiese kleine Mücken), und der findige Physiker fand dort die Lösung seines Problems: Kabelbinder
Waldbaustellen sind manchmal Retter in der Not ;)  
Nach unserer Wandertour ging es weiter mit dem Auto.
Wir machten für ein schnelles Mittagessen Stop in Portree, dem größten Ort auf Skye. Portrees Hafenstrasse ist auf jeder Postkarte zu finden - ist ja auch schön bunt :oD Es ist ein netter touristischer Ort, leider hatten wir den falschen Tag für Souvenierkäufe gewählt - alles war dicht.
Auf unserem Weg nach Elgol hielten wir am Strand an ....
Von da aus ging es dann aber nach Elgol, wo wir uns eine Bootstour gebucht hatten. Vielleicht würden wir Robben, Delphine oder Wale zu sehen bekommen.
Leider war das Wetter nicht ganz so gut (es gibt kein schlechtes Wetter in Schottland!), aber zumindest den Robben schien das herzlich wenig auszumachen, sie waren unser Begrüßungskommando.
Da es doch etwas zu feucht für große Erkundungen war, hüpften wir mehr oder weniger von Steinplatte zu Steinplatte,die Cuillins rauf war etwas schwierig.
 Nach etwa anderhalb Stunden kehrten wir zum Boot zurück, wo es heißen Tee, Kakao und Kekse gab.
Der Zeitpunkt war perfekt, es fing über den Cullins an zu schütten. Gerade das finde ich besonders faszinierend: alles ist grau, neblig und wirkt so schön dramatisch.
Die Bootstour war lustig, unser Skipper sehr informativ; und auch wenn es nicht allzuviel zu sehen gab, war es toll. Hier ist nochmal unser Schiffchen.
Drei Tage gingen schnell vorbei. Auf dem Weg von der Insel zurück auf's Festland musste aber noch eine Sache erledigt werden: wir wollten unbedingt Sonja und Familie Hallo sagen. Volker und ich kennen sie seit 1998, unserem ersten Schottlandaufenthalt und unserem damaligen B&B. Die Wiedersehensfreude war groß trotz der langen Zeit. Leider haben wir vor lauter Klönen keine Fotos gemacht :(
Nach einer halben Stunde mussten wir die anderen wieder einholen und machten uns auf die Strecke.
Unsere Reise sollte weiter in die Highlands gehen, wo wir in einem Leuchtturm übernachten würden ....

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