So, da sind wir wieder. Nach dreiwöchiger Arbeits-/Urlaubspause, und ein paar Tagen Erholung vom Jetlag, melde ich mich wieder der Bloggerwelt :)
Von unserem Heimaturlaub kann ich kaum etwas berichten, außer das Volker gearbeitet hat und ich Behördengänge und Papierkrieg erledigt habe, was wenig Zeit für Freunde und Familie ließ, aber das bisschen was dazwischen lag war toll und hat mal wieder die Seele aufgetankt. Etwas entspannter ging es vom 6.-13.Juli an, da waren wir nämlich in Polen; in Warschau, um genau zu sein.
Von Hannover mit dem ICE braucht man etwa 8 Stunden bis dort, momentan etwas länger, da durch das Hochwasser immer noch Teile der Strecke nicht freigegeben sind und man einen Umweg in kauf nehmen muss. Aber Zugfahren ist allemal angenehmer als Fliegen, somit machte uns das wenig aus.
Warschau ist, wie bekannt, nicht nur die Hauptstadt sondern auch die größte Stadt in Polen. Schön an der Weichsel gelegen, und auch gern als grüne Stadt bezeichnet, ist sie ein Mix aus modernen und historischen Gebäuden, entstanden durch den Wiederaufbau nach dem Krieg wo ein Großteil Warschaus zerstört wurde.
Auch wenn dadurch viele der wunderschönen Häuser nicht mehr existieren, oder detailgetreu wieder aufgebaut wurden, so hat Warschau seinen Reiz. Ganz besonders schön finde ich die vielen Parkanlagen zwischen einzelnen Bezirken, die den Großstadtflair auflockern. Zudem ist Polen immer noch preiswert, und Leckermäulchen wie wir können dort gute Hausmannskost schlemmern. Geht wahrscheinlich gleich auf die Hüfte, aber das nimmt man gern in Kauf ;)
Wir kamen gerade rechtzeitig zur Pfifferlingsaison und haben uns die natürlich nicht entgehen lassen :)
Unsere Vorspeisen als Hauptspeise :) Suuuuuuuuuperlecker!!!!
Links: Pierogi mit Sauerkraut und Käse gefüllt Mitte: Pfifferlinge und rechts: Crepes mit Pfifferlingen gefüllt
Unser Hotel lag nahe der Altstadt und somit verbrachten Lidia, die Frau von Volkers Kollegen, und ich viel Zeit einfach zu schlendern. Mit Volker habe ich auch ein paar Runden gedreht, aber der Ärmste musste ja zu den einzelnen Talks und Präsentationen an der Universität.
Hier also ein paar Schnappis von unserer Tour.
Die breite Hauptstraße, zu beiden Seiten mit Blumen geschmückt, läd einfach bei diesem Wetter zum Bummeln ein.
Sie führt direkt zur Altstadt und dem Marktplatz, aber vorher kommt man noch an der schönen St. Anne Kirche vorbei, wo wir uns ein halbstündiges Orgelkonzert angehört haben.
Es war recht beeindruckend, sowohl das Konzert als auch die Kirche.
Am Marktplatz angekommen, kann man in alle Himmelsrichtungen laufen, und genau das haben wir getan.
In der Mitte laden Cafes zum Verweilen ein, aber Vorsicht: richtige Tourifalle!!!!In der Altstadt findet man übrigens einen schönen Laden mit traditinell polnischer Handwerkskunst und etliche Souvenierläden.
Restaurants dürfen auch nicht fehlen
Wie dieses hier zum Beispiel. Im Zug hatte uns eine junge Frau empfohlen mal reinzugehen. Sie ist vor 15 Jahren nach Florida ausgewandert und kommt jetzt immer mal wieder beruflich nach Warschau. Damals gefiel ihr die Stadt überhaupt nicht, aber dank der vielen Veränderungen empfindet sie inzwischen sowas wie Stolz auf ihre Heimat und entdeckt sie sozusagen neu. Warum sie dieses Restaurant so beeindruckt hat, kann ich verstehen.
In zweijähriger Aufarbeitung, und von nur zwei Künstlern, wurde jeder Raum anders bemalt. Das Resultat ist ein Meisterwerk, ein echter Hingucker. Leider habe ich nicht jede Ecke als Foto festgehalten :( aber vielleicht bekomme ich noch mehr Fotos von Lidia.
Auch die Bücherei im Hintergrund ist gemalt!
Beim Herumschlendern fällt einen auf, wie verknüpft Warschau mit dem Wasser ist. Klar, es liegt an einem Fluss, aber auch das Wappen Warschaus hat mit Wasser zu tun. Es ist eine Meerjungfrau. An vielen Bauwerken findet man sie.
Überhaupt machen die verschiedenfarbigen Fassaden in Warschau gute Laune, und es gibt immer irgendetwas zu entdecken.Als Pflanzenliebhaber konnte ich mich an den Blumen nicht sattsehen. Einfach schön!
Warschau ist die Stadt in der Chopin zuhause war. In das Museum haben wir es nicht geschafft, aber einen Blick darauf geworfen habe ich.
Während ich so durch die Gegend ging, fielen mir auch zwei riesige Wandmalerein auf.
Der Kontrast zu all den Verschnörkelungen war schon teilweise krass, aber es zeigt irgendwie auch die Vielfältigkeit dieser Stadt und erzählt ihre Geschichte.
Mittwoch Abend wurde ein Festessen für unsere Wissenschaftler veranstaltet. Für uns Frauen musste eine Karte gekauft werden, aber wir wollten schon gern mit, denn das Bankett fand im königlichen Schloss statt, oder vielmehr dadrunter ....
Ein anschließender Altstadtbummel zur Verdauung musste sein. Es war einfach das beste (leckerste) Buffet was ich je erlebt habe. Punkt.
Der Kultur- und Wissenschaftspalast ist Polens höchstes Gebäude. Es ist ein Geschenk der damaligen Sowjetunion und wurde nach Josef Stalin benannt. Viele Polen sind bis heute nicht gut darauf zu sprechen, und besonders von Taxifahrern wird man of zynisch auf das "Geschenk Stalins" angesprochen. Wenn man aus dem Zentralbahnhof kommt, so wie wir spät abends, kann man ihn farbenfroh angestrahlt bewundern. Der Palast beherbergt etliche Kinos, Theater und Museen und besitzt eine Aussichtsterrase im 30. Stock (114 Metern Höhe) und natürlich musste ich mir die auch gönnen. Wenn es etwas gibt, worauf man "klettern" kann um einen schönen Blick über die Stadt zu haben, dann hält mich eigentlich nichts mehr ab :)
Ein Beweis, dass Volker auch mal ein paar Stunden Freizeit gefunden hat :)
Mit einem Wissenschaftler liiehrt zu sein bedeutet auch Orte zu besuchen, die dem ... hmmm.... "Spieldrang dieser Smarties" entgegenkommen ;)
Das Kopernikus ist solcher Ort. Hier gibt es Wissenschaft zum Anfassen, sofern man denn mal von den kleineren Gästen gelassen wird.
Zum Beispiel kann man eine gothische Domkuppel bauen - ohne das sie zusammenfällt
Oder "Mann" geht unter die Brückenbauerwie man sieht, gab es jede Menge zu entdecken und auszuprobieren
Ich fand ja auch die Super-Megagroße-Seifenblase klasse
ausprobiert habe ich aber nur diese hier
Irgendwie fühlten wir uns auch beobachtet
Dieses Wesen konnte man mit Worten füttern und es machte Reime daraus.
Tja, und zum Schluss noch der Park, welcher direkt vor unserem Hotel lag. Erinnert mich ein bischen an Kurpark, aber ist trotzdem wunderschön.
Sollten wir nocheinmal die Gelegenheit bekommen, würden wir sofort wieder zugreifen. Es gibt noch viele interessante Dinge zu erkunden und kulturell hat Warschau jede Menge zu bieten. Solltet ihr also mal einen Wochenendtrip machen wollen, dann hüpft doch einfach mal in den Zug gen Osten.








































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